Station 34

Campus Benjamin Franklin
Haus V C (Bettenhaus II, Aufzug 10-12)
4. Etage
Hindenburgdamm 30
12200 Berlin

pflegerische Leitung
Christina Hentzschel

Stationsstützpunkt
t: +49 30 450 553 495

Rufnummer für Patienten
Montag bis Freitag
08:00 – 12:00 Uhr
t: +49 30 450 553 278
t: +49 30 450 553 602

Rufnummer für Behandler
t: +49 30 450 565 602
t: +49 30 450 553 539
f: +49 30 450 553 989

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Stationär arbeiten wir mit einem vorwiegend tiefenpsychologisch ausgerichteten Behandlungskonzept, das verschiedene Dimensionen einbezieht: überwiegend tiefenpsychologisch fundierte Einzelgespräche unter Einbezug lerntheoretisch begründeter Verhaltensmodifikationen und vorwiegend interaktionell orientierte Gruppenbehandlungen sowie körperzentrierte bzw. kreativtherapeutische Verfahren und Entspannungsverfahren (aktives Stressbewältigungstraining). Zur Evaluation ist ein komplexes biopsychosoziales Instrumentarium etabliert.

Die stationäre Behandlung erfolgt entweder mit einem diagnostischen oder einem therapeutischen Schwerpunkt. Ein diagnostischer Aufenthalt dauert in der Regel 7 Tage. Ziel des diagnostischen Aufenthaltes ist die Klärung der Ursachen der Erkrankung (somatisch wie psychosozial) sowie ggf. die Klärung und Bahnung einer weitergehenden Behandlungsindikation und Behandlungsmotivation. Im Anschluss an die stationäre Diagnostik wird bei Notwendigkeit zur weitergehenden intensiven akutstationären Behandlung bei einem Teil der Patienten ein zeitnaher zweiter stationärer Behandlungsabschnitt mit therapeutischem Schwerpunkt und einer durchschnittlichen Dauer von ca. 28 Tagen schon während der diagnostischen Behandlung noch von Station aus geplant.

Unter dem Aspekt des bio-psycho-sozialen Modells werden vornehmlich Patienten mit somatopsychischen und psychosomatischen Erkrankungen behandelt: neben internistisch-somatischen Erkrankungen das gesamte Spektrum funktioneller Störungen (vor allem im Rahmen von Anpassungsstörungen bzw. chronisch aktivierten Distress-Syndromen und somatisierten Depressionen), Essstörungen und Angststörungen sowie Patienten aus nahezu allen klinischen Fachgebieten mit mutmaßlichen psychosomatischen Erkrankungen.
Darüber hinaus werden in der Abteilung Patienten auch mit schweren somatischen Erkrankungen behandelt, bei denen die Krankheitsbewältigung fokussiert wird. Kontraindikationen für eine stationäre Aufnahme sind akute Suizidalität, florides psychotisches Erleben und/oder im Vordergrund stehende Suchterkrankung.

Durch die Ausrichtung auf eine integrierte Medizin können körperliche und seelische Beschwerden simultan (während eines Aufenthaltes) und bi-perspektivisch (unter biologisch-somatischen wie psycho-sozialen Gesichtspunkten) abgeklärt werden. Schon während der diagnostischen Klärung wird gemeinsam mit dem Patienten erarbeitet, wie sich bei ihm körperliche und psychische Beschwerden wechselseitig beeinflussen. Dadurch können sich dem einzelnen Patienten Möglichkeiten eröffnen, aktiv auf die eigenen Beschwerden Einfluss zu nehmen. Das Team unserer Station ist auf ärztlicher und pflegerischer Seite im Umgang und der Therapie sowohl internistischer als auch vorwiegend psychosozial bedingter Erkrankungen geschult. Im Rahmen einer Beratung können Fragen zur sozialen und beruflichen Situation angesprochen und gemeinsam mit dem Patienten Lösungsmöglichkeiten gesucht werden. Da Beschwerden sich oft wechselseitig mit Partnerschaft und Familie beeinflussen, beziehen wir bei Bedarf Partner und Familie im Rahmen von Paar- oder Familiengesprächen mit ein. Unser integriert-psychosomatisches Behandlungsangebot ist eng mit den anderen medizinischen Fachgebieten der Charité verzahnt, so dass die Integration von hochtechnisierter Bio-Medizin und psychotherapeutischen Angeboten zu einer integrierten Psychosomatischen Medizin im Versorgungsalltag stattfinden kann.