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Das Bild zeigt einen Arzt, der bei einer jungen Patientin eine Augenuntersuchung durchführt.

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Neuigkeiten

Behavioral factors predict all-cause mortality in female coronary patients and healthy controls over 26 years – a prospective secondary analysis of the Stockholm Female Coronary Risk Study von Hans-Christian Deter, Reinhard Meister, Constanze Leineweber, Göran Kecklund, Lukas Lohse und Kristina Orth-Gomér

1991-1994 wurden in Stockholm 292 Stockholmer Frauen kardiologisch, psychologisch/soziologisch und psychophysiologisch sehr aufwändig untersucht, die in diesem Zeitraum wegen eines Herzinfarkts oder eines akuten Koronarsyndroms (ACS) in einer von 10 Stockholmer Kliniken aufgenommen worden waren. Parallel hierzu wurden 300 Herzgesunde und alters-gematchte Frauen ebenfalls erfasst. In dieser Zeit wurden die meisten Ergebnisse mit männlichen Herzinfarktpatienten publiziert und Frauen mit koronarer Herzerkrankung aus unterschiedlichen Gründen sehr wenig untersucht. Das änderte sich erst als die ersten Ergebnisse dieser Stockholmer Female Coronary Risk Study von der PI Frau Professor Kristina Orth-Gomér und ihren Mitarbeitern etwa 3 bis 6 Jahre nach Studienbeginn publiziert wurden und eine deutlich andere Situation bei Frauen mit KHK darstellten, die so vorher nicht bekannt war: familiärer Stress, Arbeitsstress, soziale Isolation wirken sich neben den bekannten kardialen Faktoren auf den Krankheitsverlauf bzgl. weiterer kardialer Ereignisse und auf die weitere Verengung der Koronarkranzgefäße aus. In Zusammenarbeit mit Mitarbeitern der Psychosomatik der Charité konnte gezeigt werden, dass hierbei auch vitale Erschöpfung und depressive Symptome eine Rolle spielen.

Die jetzt publizierte Studie wollte anhand der vorliegenden Daten prüfen, ob neben den bekannten kardiologischen Faktoren (Herzinsuffizienz, Diabetes) die früher gefundenen psychosozialen Faktoren für das Überleben der betroffenen Patienten auch im Langzeitverlauf  eine Bedeutung haben. Hierbei wurde ein neues statistisches Verfahren (das Maschinenlernen mit Hilfe des COX Boost Programms) angewandt. Es zeigte sich das die gesunde Vergleichsgruppe  8,5 Jahre später als die KHK Patienten eine 75% Überlebenswahrscheinlichkeit hatte. Ältere, sozial isolierte Patientinnen verstarben früher als sozial integrierte. Kontinuierliches Rauchen  führte ebenso zu einer höheren Mortalität wie ein sitzender Lebensstil. Ein zu intensives Sporttreiben war bei diesen Patientinnen allerdings ungünstiger als ein moderates Bewegungsprogramm.

Bei den herzgesunden Frauen hatte die körperliche Aktivität eine ähnlich große Bedeutung für das Überleben und es gab Anhalt zu der Vermutung, dass eine vegetative Belastung, eine depressive Symptomatik und aktuelles Rauchen hierbei bedeutsam sind.

Aufgrund der früheren Studienergebnisse kann man eine kurze bis mittelfristige Wirkung psychosozialer Faktoren nach dem akuten Herzinfarkt/MACE von einer lägerfristigen Auswirkung unterscheiden. Eine kardiale Rehabilitation sollte wie bisher kurzfristig erfolgen aber daneben auch längerfristiger als bisher angelegt werden: Die soziale Situation der betroffenen Frauen, ihr Bewegungs- und Rauchverhalten sollte nach unseren Ergebnissen hierbei über einen längeren Zeitraum mit einbezogen werden.