Psychometrie und Health Outcomes Research

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Forschungsschwerpunkt

Forschungsschwerpunkt der Arbeitsgruppe Psychometrie und Health Outcomes Research der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Psychosomatik ist die standardisierte Erfassung der Gesundheit aus der Patientenperspektive. Diese oft unter dem Begriff  der gesundheitsbezogenen Lebensqualität zusammengefassten Daten sind in den letzten Jahren neben Daten zur Sterblichkeit (Mortalität) und Krankheitslast (Morbidität) relevante Indikatoren zur Messung von Therapieerfolg, zum Beispiel in klinischen Studien, geworden.

Unsere Kernkompetenz liegt in der Entwicklung, Anwendung und Validierung von  krankheitsspezifischen und generischen Messinstrumenten im Bereich der Patient-Reported Outcomes (PRO). Dies beinhaltet die Anwendung von statischen und computer-adaptiven Tests (CATs) sowohl im Rahmen von Studien als auch in der täglichen Messung von selbstberichteten Patientenendpunkten. Darüber hinaus forschen wir an Methoden, die Vergleichbarkeit von PROs über Sprachen, Erkrankungen und Instrumente zu verbessern.

Die Messung von PRO-Daten erfolgt in der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Psychosomatik elektronisch im Rahmen einer Routine, die seit mehr als 10 Jahren in unserer Klinik etabliert ist, inklusive der Anwendung eigener CATs wie der Angst-CAT (A-CAT), der Depressions-CAT (D-CAT) und der Stress-CAT (S-CAT). Durch die sofortige Verfügbarkeit der Daten können unsere Kliniker die von den Patientinnen und Patienten berichteten Angaben sofort einsehen und bereits im Aufnahmegespräch einsetzen. Darüber hinaus liefert unsere Routine wertvolle Informationen für die Verlaufskontrolle im Rahmen der ambulanten und vor allem der stationären psychosomatischen Versorgung.

Aktuelle Projekte

Wir arbeiten an einer Vielzahl von Projekten, in denen wir weltweit kooperieren. Hier finden Sie eine kleine Auswahl unserer Forschungsprojekte mit Informationen zu Ansprechpartnern, Inhalt und Publikationen. 

BELLA Studie (Welle 4)

Ansprechpartnerin: Kathrin Fischer

Die BELLA-Studie ist ein angegliedertes Modul der KiGGS Studie, einer Längsschnittstudie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland, die vom Robert Koch-Institut durchgeführt wird. BELLA befasst sich dabei mit dem seelischen Wohlbefinden und Verhalten von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland. Ziel ist es die psychische Gesundheit und Lebensqualität von Kinder und Jugendlichen in Deutschland zu messen, um daraus abgeleitet Förderungsangebote und Versorgungbedarfe zur Verbesserung der psychischen Gesundheit ableiten zu können. In der BELLA Studie Welle 4 wurde erstmals der Kids-CAT eingesetzt – ein computer-adaptiver Test zur Erfassung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen.

Die Studie wird unter der Leitung von Prof. Dr. Ulrike Ravens-Sieberer und Dr. Fionna Klasen  von der Abteilung Child Public Health des UKE Hamburg in Kooperation mit dem Robert-Koch-Institut und der CharitéUniversitätsmedizin Berlin durchgeführt.

Relevante Publikationen:

Projekthomepage

Publikationsliste

Common Metrics

Ansprechpartner: Felix Fischer

Für die vielen verschiedenen Aspekte der gesundheitsbezogenen Lebensqualität, die in klinischer Praxis und Forschung relevant sind, wurden eine unüberschaubare Anzahl von standardisierten Fragebögen entwickelt. So sind zum Beispiel zur Messung von Depressivität über 100 verschiedene Instrumente mit verschiedenen Schwerpunkten, theoretischen Hintergründen und Zielstellungen entwickelt worden. Studienergebnisse sind so naturgemäß schwierig zu vergleichen.

Unser Ziel ist es, Methoden zu entwickeln und zu validieren, die eine instrumentenunabhängige Messung der patientenberichteten Gesundheit auf einer gemeinsamen Skala erlauben. Mittels Item-Response Theory modellieren wir das spezifische Konstrukt als latente Variable, die mit verschiedenen Fragebögen erhoben werden kann. 

Zur Entwicklung und Valdierung von Common Metrics kooperieren wir gegenwärtig zum Beispiel mit der Universität Leipzig, der Universität Gießen und der University of Amsterdam.

Relevante Publikationen:

Common Metrics, eine Website zum Scoring von Fragebögen auf einer instrumentenunabhängigen Metrik

Entwicklung einer Metrik für Depressivität

Entwicklung einer Metrik für Fatigue

CONVINCE Studie

Ansprechpartnerin: Kathrin Fischer

Die CONVINCE Studie ist eine europäische, multizentrische, prospektive randomisierte kontrollierte Studie die die beiden Nierenersatztherapieverfahren high-dose Hämodiafiltration und high-flux Hämodialyse miteinander vergleicht. Ziel der Studie ist es die beiden Therapieverfahren Hämodialyse und Hämodiafiltration hinsichtlich der Gesamtsterblichkeitsrate miteinander zu vergleichen. Sekundäre Ziele sind zudem der Vergleich beider Therapien in Bezug auf ursachenspezifische Mortalität, Morbidität, gesundheitsbezogene Lebensqualität und Kosteneffektivität.

Das CONVINCE Konsortium wird geleitet von Dr. Peter Blankestijn (UMC Utrecht) und wird ergänz von UCL Center for Nephrologie, the George Institute for Global Health, Julius Clinical, Fresenius Medical Care, Diaverum Renal Service Group, B Braun Avitum, University of Bari Aldo Moro und der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Psychosomatik der Charité - Universitätsmedizin Berlin.

Die CONVINCE Studie wird im Rahmen des Horizon2020 Forschungs- und Innovationsprogramms der Europäischen Union (Grant Agreement No 754803) über einen Zeitraum von 5 Jahren (2018-2022) gefördert.

Relevante Publikationen:

Website der Studie

EORTC-CAT - Normierung in Europa

Ansprechpartner: Jan van Bebber

Die European Organisation for Research and Treatment of Cancer (EORTC) ist eine gemeinnützige Organisation, die Studien zur Krebstherapie mit standardisierten Messinstrumenten zur Erfassung gesundheitsbezogener Lebensqualität unterstützt. Der EORTC CAT core ist das neue Kerninstrument dieser Gruppe - mit ihm können fünf funktionelle (z. Bsp. Mobilität, Emotionale Stabilität) und neun symptomatische (z. Bsp. Müdigkeit, Durchfall) Aspekte der gesundheitsbezogenen Lebensqualität von Krebspatienten adaptiv erfasst werden.

Unsere Arbeitsgruppe hat Normdaten in 15 europäischen Ländern gesammelt (PI: Dr. Sandra Nolte). Diese Daten sind notwendig, um die durch den EORTC-CAT gesammelten Patientendaten interpretierbar zu machen und Unterschiede zwischen Ländern zu untersuchen. Außerdem planen wir eine Untersuchung, welcher Unterschied in Domänenwerten durch Patienten als bedeutungsvoll erfahren wird – also klinische Relevanz anstelle statistischer Signifikanz. Für die Beurteilung des individuellen Therapieverlaufs, als auch für die Planung neuer Studien und für die Bewertung neuer Therapieformen sind MIDs daher unabdingbar.

Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten wir eng mit Forschern des Bispebjerg Krankenhauses in Kopenhagen und der EORTC Gruppe zusammen. Das Projekt wird durch die EORTC Gruppe gefördert.

Relevante Publikationen:

Normierung des EORTC QLQ-C30

Normierung des EORTC CAT

Forschung und Entwicklung im PROMIS National Center Germany

Ansprechpartner: Felix Fischer

Das Ziel der 2004 in den USA gegründeten PROMIS-Initiative ist eine Standardisierung von Instrumenten zur Messung von Gesundheit aus der Patientenperspektive. Dazu wurden für eine Vielzahl von relevanten Endpunkten der körperlichen, psychischen und sozialen Gesundheit Itembanken entwickelt, die eine effiziente und auf die Zielgruppe maßgeschneiderte Erhebung erlauben.

Unser Ziel ist die Validierung und Implementierung der in PROMIS entwickelten Instrumente in klinischer Praxis und Forschung in Deutschland. Dazu erheben wir zum Beispiel Daten in klinischen und Normalbevölkerungsstichproben und implementieren computer-adaptive Tests (CATs).

Gemeinsam mit dem Clinical Study Center des Berlin Institute of Health leiten wir das deutsche PROMIS National Center und sind hier für Forschung und Entwicklung verantwortlich. Als Repräsentanten von PROMIS in Deutschland arbeiten wir eng mit der internationalen PROMIS Arbeitsgruppe zusammen, zum Beispiel im Standards Committee der PROMIS Health Organization. Unsere Forschung zu PROMIS wird von der DFG und dem Centre Virchow-Villerme gefördert.

Relevante Publikationen:

Internetpräsenz von PROMIS Deutschland

Validierung und Referenzwerte für das PROMIS Profile 29

Validierung der deutschen Version der PROMIS Itembank zur Depressivität

Validierung der deutschen Version der PROMIS Itembank zur Körperlichen Funktionsfähigkeit

Health Utility im PROMIS Framework

Ansprechpartner: Paul Klapproth

Maßzahlen für gesundheitsbezogene Lebensqualität haben eine wachsende Rolle zum Beispiel bei der Bewertung von pharmazeutischen Innovationen und Therapieverfahren. So werden sie herangezogen zur Messung von Zusatznutzen medizinischer Innovationen, Qualitätssicherung und Vergütung. Bereits existierende Maße haben eine Reihe von Nachteilen - beispielsweise können bestimmte Zusatznutzen aufgrund von Deckeneffekten nicht detektiert werden.

Ziel dieses Projektes ist es daher, die Erstellung von Maßzahlen zur Bewertung der Lebensqualität auf der Basis von PROMIS zu optimieren, zum Beispiel durch die Entwicklung eines Mappings der Health Utility (EQ-5D) auf dem PROMIS Profile 29 und der Validierung des PROPr, des Health Utility Maßes der PROMIS Initiative, in deutschen Stichproben.

Mixture based computer-adaptive testing

Ansprechpartner: Jan van Bebber

Bei der Erfassung von Patient Reported Outcome Measures (PROMs) wird allgemein davon ausgegangen, dass alle Befragten die Items auf ein und dieselbe Art interpretieren. Das Ziel latenter (= nicht direkt beobachtbarer) Klassenanalyse (LCA) ist es, die Heterogenität der Daten zu reduzieren, indem die Gesamtstichprobe in Gruppen von Befragten unterteilt wird, die die Items auf vergleichbare Weise beantworten. Diese latenten Klassen können wiederum mit verschiedenen demografischen und klinischen Variablen zusammenhängen.

In dieser Studie wird untersucht, ob solche Zusammenhänge verwendet werden können, um die Klassenzugehörigkeit von Personen, deren gesundheitsbezogene Lebensqualität erfasst werden soll, vor der adaptiven Befragung zu schätzen. Im zweiten Schritt können dann im CAT Itemparameter verwendet werden, die optimal für die betreffende latente Klasse geeignet sind.

Gegenwärtig untersuchen wir die mögliche Effizienzsteigerung für die PROMIS Depression Item Bank. Hierfür arbeiten wir mit Experten im Bereich von PROMs aus Kanada, den Niederlanden und Spanien zusammen.

Phänotypisierung von Patientinnen und Patienten mit chronischen Schmerzen

Ansprechpartner: Alexander Obbarius 

Circa 20% der Erwachsenen in Europa leiden an Chronischen Schmerzen unterschiedlicher Ausprägung und nur ein Teil dieser Patienten spricht auf herkömmliche Behandlungen an. Eine Ursache hierfür könnte sein, dass aktuelle Klassifikationssysteme nur wenig zwischen unterschiedlichen Manifestationen chronischer Schmerzen unterscheiden und insbesondere psychosoziale Aspekte nicht miteinbezogen werden. Hierdurch wird die Entwicklung spezifischer Therapien erschwert.

Ziel dieses Projektes ist es, Subgruppen bei Patientinnen und Patienten mit chronischen Schmerzen auf der Basis herkömmlicher und moderner patientenberichteter Gesundheitsmerkmale (Patient Reported Outcomes, PRO) zu identifizieren. Auf der Basis aktueller Empfehlungen (z.B. der Initiative on Methods, Measurement, and Pain Assessment in Clinical Trials; IMMPACT) werden sowohl klassische patientenberichtete Merkmale wie die Ausprägung der Schmerzen auf einer visuellen Analogskala oder die Beeinträchtigung durch Schmerzen, als auch moderne Echtzeit-Methoden wie Ecological Momentary Assessment (EMA), eingesetzt. Die Analyse der Subgruppen erfolgt anhand von latenter Klassenanalyse.

Reha-Toolbox

Ansprechpartner: Claudia Hartmann

Die Verbesserung der Funktionsfähigkeit Erkrankter und deren subjektives Gesundheitserleben spielt nicht nur in der Primärversorgung eine zentrale Rolle bei der Beurteilung des Behandlungserfolgs, sondern auch in der Rehabilitationsmedizin. Heute werden dafür vermehrt auch direkte Outcomeparameter gefordert, die insbesondere den vom Patienten direkt erfahrbaren Erfolg widerspiegeln.

Ziel des Projektes ist es, für die Reha-Indikationen Kardiologie, Orthopädie und Psychosomatik ein modulares Set an Instrumenten zur Verfügung zu stellen, das eine systematische transsektorale und international vergleichbare Messung des subjektiven Gesundheitsstatus vor und nach der Behandlung erlaubt (‚Reha-Toolbox‘). Die Messung soll mit dem Einsatz moderner psychometrischer Methoden, konstruktbasiert und instrumentenunabhängig erfolgen, analog der Bestimmung biomedizinischer Parameter.

Das Forschungsprojekt wird im Auftrag der Deutschen Rentenversicherung Bund durchgeführt. Die entwickelte Reha-Toolbox wird in den Kooperierenden Reha-Einrichtungen Reha-Zentrum Seehof und ZAR Berlin Zentrum für ambulante Rehabilitation evaluiert.

State-of-the-art Comprehensive Outcome and Performance measurement in Extremity fractures (SCOPE)

Ansprechpartner: Claudia Hartmann

Die aktuellen Empfehlungen zur Lastaufnahme für die Rehabilitation nach Frakturen basiert auf vereinzelten Schätzungen, denen meist eine solide wissenschaftliche Grundlage fehlt. Im Rahmen des SCOPE Projektes (State of the art Comprehensive Outcome and Performance measurement in Extremity fractures) soll mit Hilfe einer Schuh-Einlegesohle kontinuierlich die Belastung und Gangaktivität überwacht und der Heilungsprozess im Gewebe gemessen werden. In Kombination mit PROM-Messungen soll ein System entwickelt werden, welches das Behandlungsergebnis nach Frakturen für jeden Patienten auf breiter wissenschaftlicher Basis nicht nur bestimmt, sondern aktiv beeinflusst werden kann.

Das SCOPE Projekt wird von der AO-Foundation gefördert und besteht aus 6 Teilprojekten. Unsere Arbeitsgruppe ist an drei Teilprojekten beteiligt: Übersetzung der PROMIS Physical Function Itembank V2.0, Normdatenerhebung und Linking von Outcomes. Kooperationspartner sind unter anderem die Harvard Medical School, die Northwestern University Chicago und die University of Oxford.

Abgeschlossene Projekte

Zudem waren wir an folgenden Projekten beteiligt, die mittlerweile abgeschlossen sind

Applications and future directions of computer-adaptive testing (CAT) in health

Ansprechpartner: Felix Fischer

Computer-adaptive Tests (CATs) haben das Potential, die Erfassung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität reliabel, valide und effizient zu gestalten. In diesem Projekt konnten wir mit Experten die Perspektiven der Verwendung von CATs in der Medizin in zwei Workshops diskutieren.

Die Workshops wurden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Teilgenommen haben Wissenschaftler der Charité Universitätsmedizin Berlin und der Universitäten Aachen, Cambridge, Dundee, Exeter, Hamburg, Oslo und York.

Entwicklung des ICHOM Standardsets für Depression und Angst

Ansprechpartner: Alexander Obbarius

Gemeinsam mit einem internationalen Team aus Wissenschaftlern, Klinikern und Patienten haben wir federführend an der Entwicklung des ICHOM Standardsets für Depression und Angst teilgenommen.

Das International Consortium for Health Outcomes Measurement (ICHOM) ist eine non-profit Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, PROs international standardisiert zu messen und so das Gesundheitssystem weltweit umzugestalten. Basierend auf Michael Porter’s ‚Value-Based Health Care‘ (VBHC) Framework werden von internationalen Expertengruppen aus Patienten, Ärzten und Wissenschaftlern Standard-Outcome-Sets - die PROs wie HRQL oder andere enthalten - zu den häufigsten Erkrankungen im Rahmen eines standardisierten Consensus-Prozesses entwickelt. Eine wichtige Voraussetzung für die empfohlenen Instrumente ist, dass diese bereits gut validiert sind und weit verbreitet eingesetzt werden, d.h. ICHOM entwickelt keine eigenen Instrumente, sondern bedient sich bereits etablierter Fragebögen. Mittlerweile sind 28 Standard-Sets zu einer großen Bandbreite an Erkrankungen verfügbar. Durch die Items in den einzelnen Sets werden sowohl Ausgangsbedingungen (zur Risikoadjustierung) vor Beginn einer Behandlung als auch kurz-, mittel- und langfristige Outcomevariablen erfasst. Ziel ist es, den größtmöglichen Nutzen (‚Value‘ – d.h. das erreichte Gesundheits-Outcome des Patienten bezogen auf die Kosten, die durch die Behandlung entstehen) für den einzelnen Patienten zu erzielen. Dadurch können z.B. Behandlungen für gleiche Erkrankungen in unterschiedlichen Einrichtungen verglichen werden. Langfristig soll dies dazu führen, die Kosten pro Patient für das Gesundheitssystem zu senken und gleichzeitig das individuelle Outcome für den Patienten zu verbessern.

Relevante Publikationen:

ICHOM Website

ICHOM Depression & Anxiety Standard Set

Standardization of health outcomes assessment for depression and anxiety: recommendations from the ICHOM Depression and Anxiety Working Group

EVIDENT

Die Studie Effectiveness of Internet-based Depression Treatment (EVIDENT) in Severe Depression war ein RCT zur Messung der Effektivität eines Onlineselbstmanagementprogramms für Menschen mit leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen.

Kids-CAT

Ansprechpartnerin: Kathrin Fischer

Die Messung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen wird nur vereinzelt in der klinischen Routine durchgeführt. Im Rahmen des Kids-CAT Projekts wurde der erste deutschsprachige computer-adaptierter Test (CAT) zur Messung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität junger Patienten entwickelt.

Mittels eines CATs kann die gesundheitsbezogene Lebensqualität effizient, präzise, reliabel und valide gemessen werden. Ziel der Kids-CAT Studie war die Entwicklung, Validierung und Evaluierung eines computer-adaptiven Tests zur Messung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen von 7 bis 17 Jahren in den 5 Dimensionen physisches Wohlbefinden, psychisches Wohlbefinden, Eltern-Kind-Beziehung, soziale Eingebundenheit, Zufriedenheit in der Schule.

Die Kids-CAT Studie wurde unter der Leitung von Prof. Dr. Ulrike Ravens-Sieberer (UKE Hamburg) in Kooperation mit Prof. Dr. Matthias Rose (Charité Berlin), Prof. Dr. Ute Thyen (Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck), Prof. Dr. Silke Schmidt (Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald) und Dr. Marcus O. Klein (Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel) durchgeführt und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über 3 Jahre gefördert.

Relevante Publikationen:

Projektwebsite

Devine, J., Otto, C., Rose, M., Barthel, D., Fischer, F., Mülhan, H., Nolte, S., Schmidt, S., Ottová-Jordan, V., & Ravens-Sieberer, U. (2015). A new computerized adaptive test advancing the measurement of health-related quality of life (HRQoL) in children: the Kids-CAT. Quality of life research: an international journal of quality of life aspects of treatment, care and rehabilitation, 24(4), 871-884. doi: 10.1007/s11136-014-0812-7

Barthel, D., Otto, C., Nolte, S., Meyrose, A.-K., Fischer, F., Devine, J et-al. (2017). The validation of a computer-adaptive test (CAT) for assessing health-related quality of life in children and adolescents in a clinical sample: study design, methods and first results of the Kids-CAT study. Quality of Life Research, 26(5), 1105-1117. doi: 10.1007/s11136-016-1437-9

Barthel, D., Fischer, K. I., Nolte, S., Otto, C., Meyrose, A. K., Reisinger, S., Dabs, M., Thyen, U., Klein, M., Muehlan, H., Ankermann, T., Walter, O., Rose, M., & Ravens-Sieberer, U. (2016). Implementation of the Kids-CAT in clinical settings: a newly developed computer-adaptive test to facilitate the assessment of patient-reported outcomes of children and adolescents in clinical practice in Germany. Quality of life research: an international journal of quality of life aspects of treatment, care and rehabilitation, 25(3), 585-594. doi: 10.1007/s11136-015-1219-9

Global Burden of Disease Study 2013

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